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30 Jahre Rigolo

Lena Roth und Mädir Eugster gründen 1978 das Strassen- und Kindertheater Rigolo. Sie treten in Kleintheatern auf und realisieren mit Musikerformationen aufwändige Theaterstücke und Freiluftspektakel mit grosser Beteiligung.

Nach über 10jähriger Spieltätigkeit lässt Rigolo seine Idee eines eigenen Spielraums in Zusammenarbeit mit der Architektengruppe "Sanfte Strukturen" Wirklichkeit werden: den Palais Lumière. Als erste Palais-Produktion wird "Mondaufgang" in über 140 Vorstellungen aufgeführt. Das Weidenzelt wird zum "Markenzeichen" von Rigolo, es ist Spielstätte und Zentrum des Rigolo-Dorfes mit einem Bazar, mit dem schirmförmigen Restaurant, mit mongolischen Jurten darum herum, in denen die Truppe während der Tournee wohnt.

Mit einem festen Ensemble und zahlreichen GastspielerInnen entwickelt Rigolo 1993 die Erlebnisnacht "Geister der Erde" in der Gossauer Salpeterhöhle, die von über 4000 Zuschauer und Zuschauerinnen besucht wird. Kontinuierliche Arbeit lässt danach vielbeachtete Tanztheaterproduktionen wie "Feuerfisch", "Die Tänze der Königin von Saba" und "Sanddorn" entstehen.

Als lebendiges Experiment strebt Rigolo mit seinen Produktionen eine Ganzheit von Tanz, Theater, Musik, Kostümen, von Bühne und Bauten,von Aussage und innerer Tiefe an. Bei Rigolo tauchen die BesucherInnen in eine ungewohnte, eigenen Gesetzen gehorchende Welt ein: Durch Farben und Gerüche, mit Speisen und Klängen können sie sich mit allen Sinnen auf ein abendfüllendes Ritual einstimmen. Sie erleben nicht einfach ein Tanztheater, sondern entdecken eine Welt, in der sich zugedeckte, archaisch-mythische Vorstellungen auf rätselhafte Weise neu auftun.
 
 
 
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